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04. Jun 2014 331

Wir waren dabei: Pannonia Carnuntum 2014

Ein Bericht von András Noszvai und Anna Noszvai, die im NSU 1000 C Bj. 1971 an der Pannonia Carnuntum teilgenommen haben, und uns hier ihre Erfahrungen weiter gegeben haben:

Wir waren dabei: Pannonia Carnuntum 2014.

András Noszvai – Anna Noszvai (NSU 1000 C Bj. 1971)

Da die Pannonia-Carnuntum Historic Rallye auch in Ungarn fährt an einem Tag, und wir haben schon viel über diese Veranstaltung gehört, war höchste Zeit einmal dabei zu sein. Für eine dreitägige Rallye 200 € ist mehr als ein akzeptabler Preis, also gleich ein Pluspunkt. Die Teilnehmerliste mit ca. 190 (inkl. Begleitautos) Klassiker (darunter zwei Motorräder) war atemberaubend. 180 Fahrzeuge am Start, sensationell viele  verschiedene Marken aus 98 Jahren, darunter vier Autos von der Audi Tradition aus Ingolstadt.
Es gibt reichlich Sponsoren die den Pannonia-Carnuntum unterstützen, eine große Leistung von Veranstalter Herr Reichetzeder. Auf der Internetseite gab es nicht zu viele Infos über die Rallye. Z.B. im Pressebereich gibt es den letzten Eintrag von 2008(!), in der Galerie keine Bilder nach 2012. Wir haben keine Hinweise über ein Reglement gefunden: da kennen anscheinend alle was zu tun ist. Interessant… Die Homepage hat die IDEE Werbeagentur Reichetzeder OG. gestaltet. 
Leider haben wir keinen Teilnehmerinfo per E-Mail vor der Rallye erhalten, wir waren auf die großzügige Netseite angewiesen. Gut, kein großes Problem, wir fahren hin und hören zu. 
Die Anmeldung Illmitz (Seebad) war flott, wir haben sehr schnell unser Paket mit den Unterlagen und Werbematerialen, Polos, Geschenken bekommen. Ein wunderschönes, dickes Programmheft mit vielen Bilder rundet das positive Bild ab. Toll, perfekt, Lob für das Team. Die Fahrerbesprechung war kurz, nur wenige Worte gab es über den technischen Ablauf. Dort haben wir gehört: „dieses Jahr wird alles viel besser als bisher“. Super, wir möchten schon fahren.
Beim Start dieser 56,7 km Etappe bemerkte ich, dass viele Fahrer die gelbe Fahne nicht beachtet haben. Wenn man eine Wertungsprüfung beginnt, nach dem Losfahren hinter der Fahne darf nicht mehr angehalten werden. Was war die Reaktion? Generelle Abschaffung der gelben Fahne. Wozu sind dann die Zeitnehmer? Ihre Aufgabe ist auch die Teilnehmer zu informieren. Hm. Interessant. Im Roadbook waren viele Zeichnungen und die Entfernungen falsch angegeben. Sehr Ärgerlich. Die Meilenangaben waren nur für die gesamte Entfernung angegeben. Warum? Eine unnötige Hürde für viele Teams.  An diesem Donnerstag war der Zieleinlauf in Mönchhof, wo am Sportplatz in einem Zelt gab es Essen. Wir haben eineinhalb Stunde(!) auf unsere Schnitzelsemmel gewartet. Die Küche hat immer zwei Würstel gebraten und die Schnitzel wurden auch Paarweise gemacht. Ich habe keinen von der Organisation gesehen, der was machen konnte. O.K., vergessen wir, sowas kann passieren. Leider wurde am nächsten Tag auch kein Wort über diese Panne erwähnt. 
Am Freitag Start von St. Martins Therme bei Frauenkirchen, die Tagesetappe 236,6 km. Ergebnisse von Gestern und die Startliste war nur für einmal auf A4 großen Papierblätter ausgedruckt und auf ein Tablet ausgehängt und stand am Boden! Es war die einzige Infoquelle für etwa 350-400 Leute. Warum wurden nicht drei-viermal diese Seiten ausgedruckt und an die Wand geklebt, oder ausgehängt? Ich konnte nicht unsere Startzeit gar nicht ablesen, so viele Leute waren dort, die teilweise knieten. Meine Tochter hat bessere Augen und ist auch etwas flinker als ich, Sie schaffte es nach ihrem dritten Anlauf. Hier sparen? Einige Teilnehmer haben wegen Geschwindigkeitsüberhöhung Strafpunkte bekommen. Klingt gut, oder? Wenn die Toleranzgrenze der Polizei bei 10% ist, dann sind von Veranstalter 5% zu streng. Wenn jemand mit 55 km/h fährt in der Ortschaft, dann bekommt 300 Punkte. Gut, es ist meine Meinung, wir waren sowieso nicht betroffen. Das Buffet war in Ordnung, also was positives. Das Roadbook hatte viel zu viele Fehler, die das ganze Feld auf falsche Wege geführt haben, obwohl im Präambel steht: „Die Strecke ist genau nach Roadbook zu befahren“ und  „es wurde gewissenhaft erstellt“. Ein Beispiel: Nach Ortsanfang Winden am See 400m rechts, danach beginnt eine Sonderprüfung. Wir finden die Straße, biegen ein, und fahren. Nach etwa 1 km sehen wir die startende Autos von rechts kommend. Wo sind wir? Zurück auf die Abzweigung und suchen den Start von der SP. Das Roadbook hat etwa 200 m geirrt… Auf eine schmale Straße warten die Oldtimer, ein passieren nach vorne ist nicht leicht. Solche Fehler machen Ärger und führen zum Rasen um in der richtigen Zeit starten zu können. Wir waren Gott sei Dank rechtzeitig dort, kommt die SP. Im Roadbook stehen 800 m, in der Beschreibung der Sonderprüfung heißt es 700 m. Wir müssen es in exakt 90 Sekunden absolvieren! So, mit Ausrufzeichen. 100 m mehr, oder weniger ist etwas zu viel, wenn die Zeit auf 1/100 s gemessen wird. Warum hat nicht ein Zeitnehmer uns darüber informiert? Es waren immer sehr viele, nette Helfer dabei, da aber keiner. 
Wie das Roadbook gemacht wurde, ist ein Rätsel: wir finden z.B. einen fertigen (!) und einen halbfertigen Kreisverkehr, obwohl unsere Orientierungshilfe nur einfache Kreuzungen zeichnet. Wer und wann hat es geprüft? Manchmal fehlen 1-3 km, die Zeichnungen zeigen anderes was wir sehen, und es kommt auf fast jede Seite vor. Es können schon Fehler passieren, aber von Veranstalter haben wir keinen einzigen Hinweis bekommen. Hat er nichts bemerkt, gehört? Haben sein Orgateam-Leute nichts gesagt? Es ist schwer vorstellbar.
Das Mittagessen bei der Reifenhandlung Ritz war gut, nur unverständlich, warum haben die Teilnehmer keine Vorauszeit, warum müssen wir noch im Auto sitzen, obwohl wir schon angekommen sind? 
In Bruck an der Leitha bei einer Tankstelle haben wir die Möglichkeit gehabt eine Pause machen für tanken und einen Kaffee trinken. Da war viel los, aber irgendwie ging es. Dann sollten wir mit freier Einfahrt in die Fußgängerzone fahren, wo die Autos natürlich nicht ihren Startnummer-Reihenfolge standen und die vorgeschriebene Ankunftszeit war schon fast vorbei. Hier hat wieder kein Helfer gesagt, dass diese Zeit nicht gilt. Wieder einmal Spannung unter den Teilnehmer, da einige kennen die Regel, andre nicht. Letzteren stehen rum, und verstehen nicht, warum die anderen nach vorne fahren möchten. Einer dieser zeigt(!) beim Herr Reichetzeder einen an und behauptet, er wurde behindert. Die Strafe dafür 400 Punkte ohne den anderen gefragt zu haben! Ich war dabei und habe diese Situation erlebt. Keiner war richtig behindert. Solche Fälle können bei einer Oldtimer Rallye vorkommen, es entstand aber, weil der Ablauf der Veranstaltung ermöglichte es (freie Einfahrt zum SP). Wieder einmal war kein Helfer dabei um es bei den beteiligten Parteien zu klären. Schade. 
Der Zieleinlauf in Podersdorf auf dem Strandgelände war gut organisiert, ein Streckensprecher hat die Teilnehmer perfekt vorgestellt, das Essen war sehr gut.
Der Start am Samstag ist vom Pannonia Tower beim Parndorf. Gutes Frühstücksbuffet mit 205 km und nur 2 Sonderprüfungen hat uns erwartet.  Ein flottes fahren bis nach Győr zum Audi führte kurz sogar in die Slowakei. Die deutsche Nobelmarke hat ein Familien-Fest organisiert auf dem Werksgelände. Nach dem guten Mittagessen hatten die Teilnehmer eine Möglichkeit die Produktion zu besichtigen. Die letzte SP fuhren wir auch auf dem Werksgelände. Für den restlichen 100 km hatten wir mehr als viereinhalb Stunden Zeit. Wohlgemerkt: der Tag begann für jeden Teilnehmer spätestens um halb 8 in Parndorf, wir waren den ganzen Tag unterwegs noch dazu das schon seit zwei Tagen. In einem Festzelt in Illmitz war die Preisverleihung. Nach dem Essen warteten wir auf die Siegerehrung. Da wir schon ziemlich müde und die Ergebnisse noch nicht fertig waren, gegen 21.15 haben wir zu unserem Hotel (44km weit) gefahren. Eine Siegerehrung dass nach 22.00 Uhr dauert ohne davor uns waschen und umziehen ist nicht akzeptabel. Meine Tochter ist erst 15 und anderswo hatten wir noch nie dieses Problem, obwohl Sie ist schon seit 7 Jahre dabei. Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, wenn nach Audi die Teams über Mosonmagyaróvár nach Österreich zurückfahren und sich erholen und am Abend ausgeruht bei der Siegerehrung dabei sind. 
Ich schreibe mein Bericht ein Tag später und auf dem Homepage sind noch immer keine Ergebnisse, wohl aber das Nennformular zu sehen. Es war der 12. Pannonia-Carnuntum Historic Rallye. Der Zwölfte, wo alles besser sein sollte, als vorher.

Bin ich allein mit meinen Erfahrungen?

András Noszvai aus Ungarn
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Kommentare

rost
16. Jun 2014


Andras Noszvai übermittelte uns folgende Ergänzung:

Ich habe erst nach meinem Bericht an Herrenfahrer davon erfahren, dass „einige der Behinderten von einem Streit oder massiven Wortwechsel dem Veranstalter berichtet haben, weil da ein Teilnehmer sich nach vorne gedrängt hat und dabei den Weg versperrte“. Das Team des roten Porsche sammelte an diesem Tag erneut 400 Punkte und das erste Info über diese Strafe hieß von Herr Berger, es war wegen diesen Vorfall. Da ich am nächsten, letzten Tag der Rallye keine weitere Äußerungen darüber gehört habe, stand es so in meinem Bericht. Nur Tage später habe ich von Herr Reichetzeder das Info bekommen, er hat zwar über diesen Fall gehört, hat aber keine Strafpunkte dafür erteilt. Für Behinderung hätte es 1500 Punkte gegeben und auch nur dann, wenn es ein Funktionär live gesehen hätte. Seines Wissens nach hat dort auch kein anderer Funktionär Strafpunkte vergeben.
Eine detailliertere Info über erteilte Strafpunkte hätte alles rechtzeitig geklärt.
Meine Richtigstellung: es war also keine Anzeige beim Veranstalter, und keine Strafpunkte in obigem Fall wie ich berichtet habe.

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